Werkstudenten in der Industrie

Im letzten Semester entscheiden sich viele Studenten dazu, bereits einige Berufserfahrung zu sammeln und damit gleichzeitig ihr Taschengeld aufzubessern, indem sie sich als Werkstudent einschreiben. Das heißt, sie dürfen einen Minijob ausüben, der maximal 20 Stunden pro Woche beträgt. Es handelt sich demnach um keinen Nebenjob im herkömmlichen Sinne, den Studenten während der Studienzeit z.B. in einer Bar oder in einem Bekleidungsgeschäft ausüben, sondern um ein vertraglich geregeltes Arbeitsverhältnis, das sich am Studium orientiert.

Hat man sich für ein Studium in der Industrie entschieden, kann man sich neben den Vorlesungen und Seminaren, von denen es im letzten Semester kaum noch welche gibt, mit praktischen Aufgaben befassen, anstatt nur über Sonnensegel im Weltall zu lesen. Es ist spannend, selbst Hand anzulegen, mit Werkzeugen zu hantieren und an der Wissenschaft mitzuarbeiten, um zum industriellen Forschritt beizutragen. Damit treibt man dann nicht nur seine Abschlussarbeit voran, da man sie mit praktischen Erfahrungen ausstatten kann, sondern auch seinen Berufseinstieg. Durch die Nebentätigkeit zeigt man den Chefs, dass einem die Branche wichtig ist und man sich bereits neben dem Studium stark engagierte.

Man näht im Textilstudium selbst ein Plissee zusammen und treibt damit die Wohnraumtextilienindustrie voran oder setzt verschiedene Stoffe für Kleidungsstücke zusammen. Wer Spaß bei der Arbeit hat und dafür auch noch Geld verdient und seine Karriere vorantreibt, wird mit der Nebentätigkeit viel Freude haben und sie nicht hinderlich zum Fertigstellen der Abschlussarbeit ansehen, sondern eher sogar als hilfreich, da man viel Praxiserfahrung bekommt. Es kann also besser sein, sich mal nicht für beliebte Nebenjobs, wie in einem Eiscafé, zu entscheiden, sondern sich lieber zeitig genug weiterzubilden, um das Wachstum des eigenen Erfahrungsschatzes in der Industrie voranzutreiben.